Film der Woche

Les Yeux dans les Bleus
de Stéphane Meunier
1998
Rasenkunst für Fortgeschrittene
Am Sonntag tritt das èquipe tricolore zum zweiten Mal in seiner Geschichte in einem Weltmeisterschaftsfinale an, um den coup du monde nach Hause ins Land der Blutwurst und Camemberts zu holen. Der Spielverlauf der diesjährigen WM hat gezeigt, dass sich die alten Herren aus dem schönen Frankreich keineswegs vor dem 6fachen Weltmeister Italien fürchten müssen. Die Aufstellungen beider teams repräsentieren ohne Zweifel das who-is-who des internationalen Fußballs – Zidane, Henry und Thuram da, Totti, Canavarro und Buffon dort. Der Teufel wird sich im Detail verstecken. Wie so oft in einem Fußball WM Finale.
Wenn es aber um die Frage geht, wem der beiden Mannschaften man den Titel eher gönnt, so fällt aus Spieler- ,und Fankreisen immer öfter das Wort „Frankreich“. Weil man Zidane noch einmal jubeln sehen will. Weil man den Eindruck hat, die Azzurri hätten weniger gegeben und sich mit mehr Glück als Verstand ins Finale geschossen. Weil diese französische Nationalmannschaft einen kühlen und fordernden Charme besitzt, der weit über fußballerisches Können hinausgeht.
Als gemeiner Fernsehzuseher oder Stadionbesucher präsentiert sich jene Sportart, die in allen Ländern der Welt eine Massenhysterie auszulösen vermag, meist eher oberflächlich. 90 Minuten zittern und bangen, ein kurzes Interview und das war’s dann auch. Was hinter einer bloßen Formation steckt, was es bedeutet Fußballprofi zu sein und wie viel unglaublich harte Arbeit hinter einem Weltmeistertitel steckt hat Stéphane Meunier mit seiner Dokumentation über den Weg der französischen Nationalelf zum Titel 1998 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Les Yeux dans les Bleus ist ein filmisches Dokument über die Menschen hinter dem Ball, jene, die man niemals in Fernsehkameras lächeln sieht und jene, die am Platz um jeden Zentimeter Rasen kämpfen und sich abends nichts sehnlicher wünschen, als einen Anruf ihrer Ehefrau. Von der intensiven Vorbereitung der Mannschaft über die tränen- und schweißreichen Momente der Wahrheit während des Turniers, bis hin zu stillen und doch bewegten Bildern von ganz normalen Stars der Branche ist Meunier’s Linse nichts entgangen.
Der Film zeigt ein Team, das als das vielleicht beste zu bezeichnen ist, das Frankreich jemals geboren hat. Bis auf Zidane, Thuram und Tierry Henry hat man bei der heurigen WM niemand mehr am Platz gesehen. Les Yeux dans les Bleus ist eine Ode an die Größen der Vergangenheit - Größen wie Petit, Desailly, Dugarry, Le Blanc, Trézeguet. Von Zwist, wie er im aktuellen Team mitunter deutlich zu spüren ist, keine Spur. Auf zweieinhalb Stunden Filmmaterial nimmt Meunier uns mit in die starken und schwachen Momente der einst so erfolgreichen Mannschaft, zeigt ohne Worte was in einem Superstar wie Zinédine Zidane nach einer roten Karte vorgeht, warum ein Tor nach einem verschossenen Elfmeter für einen Dugarry mehr als nur Erleichterung bedeutet, wie es sich anfühlt mit einer Knieverletzung vom Platz gehen zu müssen, warum klassische Musik die ideale Vorbereitung auf ein Spiel ist und wie lange man abends nach einem Sieg im Halbfinale Ping Pong spielen muss, um auf andere Gedanken zu kommen. Ein emotionaler Film, aber keiner, der auf die Tränendrüse drückt. Wir starren fasziniert auf den Bildschirm, wenn Zizou zu den herzerwärmenden Klängen von „OH Happy Day“ nach dem Titelgewinn in der Kabine in Zeitlupe seinen besten Freund Dugarry in die Arme schließt. Gänsehaut und ein überwältigendes Gefühl der Freude überkommen einen, wenn der im Finale verletzte, damalige Jungstar Henry nach dem Schlusspfiff mit einbandagiertem Knie und auf Krücken auf das Spielfeld humpelt, um mit seinen Kollegen die Freude über den langen, mitunter schmerzvollen Weg zum Sieg zu feiern.
Les Yeux dans les Bleus ist keine einseitige Lobeshymne auf eine stolze Nationalelf. Kein Patriotismus, keine verfälschten Einsichten in ein Leben zwischen Clairefontaine und Stade de France. Es ist einfach ein wunderbarer Film über den Sport und die Menschen, die dahinter stehen. Wer Fußball von seiner wirklich menschlichen Seite sehen will, dem sei diese Doku ans Herz gelegt.













damit die beiden sie auf IHN - HERRMANN???? HANSI??? HANNES???? na wie auch immer also auf eben diesen jungen Mann, der schon mal bei der Humana beim shoppen gesichtet wurde (weil dort gibts die zerfetzten Jeans immer um Euro 1) und überhaupt irgendwie ein bisschen den Eidnruck erweckt, als hätte man ihm nicht beigebracht wie man sich anzieht wenn man morgens ausm Bett steigt. Obgleich- anziehen ist ja auch nicht seine Stärke sondern - wie Silvie's Gesichtsuasdruck verrät - AUSZIEHN!!!!!!!!!!!!!!



























